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17. August 1872
Mitglieder der Schlaraffia Praga und Berolina versammelten sich im "Schwarzen Rad", einer obskuren Kneipe des Brühls. Es waren dies die Schlaraffen Rt Huppel di Hax, Rt Caligula, Rt Kurella und Rt Tartaruga. Sie fassten einstimmig den Beschluss, eine Leipziger Schlaraffia zu gründen.
23. August 1872
Zu Ihnen gesellten sich in der Goethestube der "Stadt Frankfurt" zehn weitere Personen, größtenteils aus Schauspiel und Oper. Aus diesen zehn sollten Ritter mit so klangvollen Namen wie Pipifax, Epicur, Ole Bull oder Quartett hervorgehen. An diesem denkwürdigen Tage wurde die Schlaraffia Lipsia nach dem Vorbilde der bereits bestehenden Muttervereine zu Prag und Berlin gegründet.
Aus der Eröffnungsrede des Rt. Kurella:

Die Schlaraffen wollen im Grunde genommen alles Zopftum und gravitätische Philisterwesen ironisieren, weshalb Gravität, Zopf und harmlos närrische Mystik von ihnen eifrigst gepflegt werden. Sie vertreten das Rittertum Don Quixotes und ihr Orden ist nach ritterlichen und hierarchisch feudalen Gesetzen auf der Grundlage größter Selbstverwaltung eingerichtet ... Ihre eigentlichen Häupter und Oberschlaraffen sind der Uhu, der Repräsentant der mächtigen Freude und der Aha, das Symbol der reinen Lust. Am 13. Lethemond a.U. 13 schließlich wurde der Mutter in Prag vom schlaraffischen Treiben in Leipzig durch den Reichskantzler Rt. Kurella kund getan:

Vieledle Ritter und Junker der Schlaraffia! Ritterlichen Gruß und Handschlag Euch allen zuvor!
Der Prager Schlaraffia wurde ein närrisches Kindlein geboren, die Schlaraffia an der Pleiße, zwar noch klein an körperlichem Umfang, aber mächtig an Unternehmungsgeist, groß an Willen, stolz auf die Errungenschaften eines sechswöchigen Lebens ...

Die Jungen Jahre

Früh entwickelte sich eine gewisse Eigendynamik in der Lipsia. 1572 gaben sich die Schlaraffen der Lipsia einen Schlaraffenspiegel, der mit seinen 50§§ in vielerlei Punkten das Grundgerüst unseres heute noch gültigen darstellt. Bereits in ihrer zweiten Sippung erlitt der Fungierende eine Offenbarung die Worte "Atzung" und "Quell" anstatt "Speise" und "Bier" zu verwenden. Daraufhin wurde in dieser Sippung eines der schönsten Worte Schlaraffias geschaffen, das Ehe. Nur wenig später kamen das "Ihr", die "Lunte" und der "Schatten" hinzu.

carneval kleinDer "Schatten" war eine Art Diener des Schlaraffen, ohne daß dieser ein Schlaraffe sei oder es werden wollte. Ebenso wurde a.U. 15 das Tragen der Ritterrüstung inkl. Mänteln beschlossen. Bild oben (zugegebenermassen qualitativ nicht zu gute Bildnis) zeigt die Burg der Lipsia um das Jahr a.U. 21.

Die Schlaraffia Lipsia blühte sowohl geistig als auch bezüglich ihrer Sassenzahl. Das lag sicherlich auch an dem offenen Umgang mit dem Thema "Schlaraffia" gegenüber der Öffentlichkeit. Treu dem Motto "Schlaraffia ist kein Geheimbund" wurde die Profanei mit der Existenz eben jener Gesellschaft konfrontiert. Wer nicht passte, musste ja nicht eingelassen werden. So offen unsere Altvorderen mit dem Thema umgingen, so sehr verwundert heute die Geimnis-krämerei, beispielsweise auch im Internet.


"Denn eh noch acht Tage vorübergesaust, das Volk der Schlaraffen hier wiederum haust" Rt Kurella


Das 1. Concil

Das erste und die Schlaraffia-Zeyttungen haben der Lipsia ein besonderes Relief verliehen, den beide haben das Reych zu einem wichtigen historischen erhoben. Die Idee, die 5 bestehenden schlaraffischen Vereinigungen durch ein Bruderband zu verbinden entstammte hauptsächlich Ritter Raps von der Allmutter Praga. Viele, ja auch die Lipsia selbst, stellten sich anfangs noch dagegen. Doch umso feudaler wurde das Concil letztendlich von ihr ausgerichtet.

Am 25. und 26. Lenzmond a.U. 17 fand das erste Concil allhier statt, durch welches Lipsia die Geburtsstätte Allschlaraffias wurde.
So auch in den Anfängen Zögerlichkeit vorherrschte, so überwiegte schlußendlich die Opferfreudigkeit der Sassen für dieses Jubelfest. Schon die Wahl der Atzung läßt keinen Zweifel darüber, daß sich Lipsia seiner Verantwortung voll bewußt war. Rindslende - Aal - Hammelrippe - Gefüllter Truthahn - ...auch heute noch könnte man zur Not damit bestehen. Das gewaltige Fest riss die Mutter Praga zu blühenden Dankesworten hin, die sie in einem Sendboten kundttat. Auf dem ersten Concil wurde zum einen der Verband Allschlaraffias beschlossen, der alle Uhubrüder unter den Fittichen Uhus seither verbindet. Desweiteren wurde der erste Spiegel beschlodssen, dessen Satzungen mit unbedeutenden Änderungen noch heute unser Spiel leitet und es leiten werde für alle Zeit. Die klangvollen Namen der Concilsstreiter sind auch heute noch in Schlaraffia wohlbekannt.

 Schlaraffia Prag, den 3. Aprilis 1576
 Heißgeliebte Tochter!
 

Wenn irgendetwas den Mutterbusen zu herzinniger Freude, zu hoher Begeisterung entflammen kann, so ist es vor allem das Bewußtsein, im herangereiften Kinde all die Ideale verkörpert und entwickelt zu finden, die das Herz der Mutter ihm bei seiner Geburt als fromme und heiliche Wünsche für die Zukunft in die Wiege legte! Selten hat ein Kind die Wünsche und Hoffnungen der Mutter mit in so überreichen Maße gerechtfertigt und bestätigt, als Du, theures heißgeliebtes Kind! Selten war das Herz einer Mutter mit gerechterem Stolz, in inniger Freude erfüllt, als das bei Deinem Anblick! Wohl durfte ich jubeln und aufjauchzen, wenn mir die Kunde getan wurde von Deinen Großtaten, von Deinem segensreichen Schaffen und Deinen wahrhaft edlen Gesinnungen. - überströmen mußte jedoch mein Herz von hellachender Feude und von dem reinsten Glücke, als ich Dich endlich in die Arme pressen und Dir, herrliche Tochter, in´s treue Auge blicken durfte! 

Lulu! Lulu! Lulu! Du herziges Kind! Was Du den meinen getan, es steht mit heiliger Flammenschrift verzeichnet auf unserer Gedenktafel, es wird stets die köstliche Perle in dem Schatze meiner Erinnerung bilden! Dank! Heißen Dank dür Deine innige Liebe, für die hochherzigen Opfer, die Du der Mutter gebracht! Uhus reichster Segen werde Dir dafür zuteil! Er schütze und schirme Dich auf allen Deinen Wegen und erhöre die Segenswünsche für Dein unvergängliches Wohlergehen, die unablässig auf Dein geliebtes Haupt herabfleht.

 Deine Mutter Praga
Wie wichtig gerade die letzten Wünsche werden sollten ist hinlänglich bekannt. Doch sie wurden Uhu sei Dank erfüllt und so erstrahlt auch heute noch Lipsia im altehrwürdigen Glanze.

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